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Kantonale Denkmalpflege
ARV - Amt für Raumordnung und Vermessung

Kantonsarchäologie
Stettbachstrasse 7
8600 Dübendorf
T 043 343 45 00
F 043 343 45 01

Kantonsarchäologie Zürich


Archäologische Denkmäler, seien es Fundstellen oder einzelne Fundgegenstände, sind wichtige Zeugen unserer Vergangenheit. Bauvorhaben aller Art, aber auch die natürliche Erosion bedrohen dieses kulturelle Erbe zunehmend. Zum Schutz des archäologischen Kulturguts besteht deshalb im Kanton Zürich die Kantonsarchäologie als wissenschaftlich spezialisierte Fachstelle. Sie hat den Auftrag, die archäologischen Fundstellen wenn immer möglich an Ort und Stelle zu erhalten. Zeitlich deckt ihre Arbeit alle archäologischen Epochen von der Urgeschichte über die römische Zeit und das Mittelalter bis in die Neuzeit ab.

Meistens ist die Erhaltung einer Fundstelle aber nicht möglich, weil andere Interessen, wie Umbauten oder die Überbauung eines Grundstücks, höher gewichtet werden. Dann führt die Kantons-archäologie eine wissenschaftliche Untersuchung durch, um wenigstens einen Teil der Aussagen dieser wichtigen historischen Quellen vor ihrer Zerstörung zu sichern. Die Informationen werden in Form einer Dokumentation der Nachwelt überliefert. Dazu gehören Pläne, Zeichnungen und Fotografien der Befunde, die Funde und historische Hinweise zur Fundstelle. Wissenschaftliche Projektleiterinnen und Projektleiter und speziell ausgebildetes Grabungspersonal bergen und sichten das Fundmaterial. Dieses wird gereinigt und eingelagert, Einzelstücke werden wenn nötig auch konserviert und restauriert. Die attraktivsten Stücke sind in Museen und Ausstellungen im In- und Ausland zu bewundern. Die im Aufbau befindliche Studiensammlung der Kantonsarchäologie stellt einen repräsentativen Bestand aller Fundgattungen aus allen Epochen als Vergleichs- und Anschauungsmaterial zur Verfügung.

Durch Veranstaltungen und Publikationen informiert die Kantonsarchäologie die Öffentlichkeit über archäologische Funde und neue Erkenntnisse, ebenso stellt sie mit den Archäologiekoffern ein attraktives Lehrmittel für den Schulunterricht zur Verfügung. In Freilichtmuseen und bei Ruinen können die archäologischen Spuren der Vergangenheit vor Ort besichtigt werden.

Aktuell:

Buchs rückt sein römisches Erbe ins rechte Licht.

Dietikon: Informationstafel

Weltkulturerbe in den Zürcher Seen

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Lost & Found

verloren und gefunden

Verlorene und gefundene kostbare Objekte. mehr

Ausflug-Tipps:

Kastell Irgenhausen

Zur Sicherung der Verkehrsroute von Kempraten nach Oberwinterthur wurde im 4. Jh. n. Chr. bei Pfäffikon ein Kastell errichtet, von dem sich Teile der rund 60 m langen Umfassungsmauer mit Ecktürmen erhalten haben. mehr

Gutshof bei Seeb

Winterstimmung auf dem Gelände des einstigen römischen Gutshofs bei Seeb (Gem. Winkel). Der Gutshof wurde vor knapp 2000 Jahren an der wichtigen römischen Verkehrsverbindung von Windisch nach Oberwinterthur errichtet. mehr

«einst und jetzt»

Die erste Nummer der Zeitschrift für Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Zürich ist erschienen. mehr

 

Datei : Geschber_2008_Layout_klein.pdf Grösse: 1494 KB Geschäftsbericht 2008 (1494 KB)
Besuchen Sie auch die Homepage der Stiftung für Archäologie im Kanton Zürich (STARCH).

Römische Strasse entdeckt


Im Herbst 2009 konnte die von Oberwinterthur (Vitudurum) nach Pfyn (Ad Fines) führende römische Strasse gleich in zwei Gemeinden gefasst werden. Der eine Fundpunkt liegt in Rickenbach, wo ein sanfter Abhang mit mehreren Einfamilienhäusern überbaut wird. Die andere Fundstelle liegt rund 800 m südwestlich davon in Wiesendangen. Dort wurde sie in Zusammenhang mit der Verbreiterung des Fahrbahndamms der Autobahn angeschnitten. 
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Oberwinterthur/Kastellweg

 

Nach 2 Jahren und 9 Monaten haben die Archäologen anfangs Juni 2009 die Parzelle «Kastellweg» im römischen Vicus Vitudurum (Oberwinterthur) verlassen. Da diese Rettungsgrabung bereits lange vor Baubeginn geplant werden konnte, verlief der Kontakt mit der Bauherrschaft reibungslos; mittlerweile haben die Bauarbeiten begonnen. Auf der etwa 2500 m2 grossen Fläche hatten sich über 2 m mächtige Ablagerungen aus der römischen Zeit erhalten. Jede einzelne Schicht ist Zeuge eines Baueingriffs in der damaligen Zeit. Auf dem Areal hatten sich die ersten Bewohnerinnen und Bewohner kurz nach der Zeitenwende niedergelassen. Bis ins 3. Jh. hinein wurde der Boden immer wieder bewegt, umgelagert oder aufgeschüttet, was am Grabungsprofil eindrücklich abzulesen ist. Auf Grund der guten Erhaltung im feuchten Boden waren auch die Hölzer, die zu Häusern, Wasserkanälen und Latrinen gehörten, grösstenteils noch intakt. Die nun einsetzende Auswertung der Grabungsdokumentation verspricht interessante neue Erkenntnisse zur Siedlungsgeschichte dieses grossen römischen Wohnquartiers. 

Holz - Kastellweg, Oberwinterthur
Medienmitteilung.

Neuerscheinungen

Heft 28 «Zürcher Archäologie»


Der Bau der Befestigung von Kloten lässt sich über die im Fundament gefundenen Münzen mit Sicherheit ins spätere 4. Jh. datieren und gehört damit in die Phase des wohl letzten Ausbaus der römischen Verteidigungslinien in der Nordschweiz. Nach den Münzfunden und dem allgemeinen Befund in Kloten lässt sich festhalten, dass dieser Ausbau an einem Platz geschah, der bereits ältere römische Bauten aufwies. Dafür waren wohl nicht nur topographische und strategische Gründe alleine ausschlaggebend, vielmehr dürfte auch das so relativ leicht verfügbare Baumaterial eine Rolle gespielt haben. Jetzt bestellen.

Heft 27 «Zürcher Archäologie»


In dieser Publikation werden in den Teilen I und II die beiden bisher noch unveröffentlichten Ausgrabungen und Bauuntersuchungen an der Marktgasse 10 (1999) und 44 (1991) vorgelegt, in Teil III werden sodann sämtliche archäologischen Untersuchungen an der Marktgasse in Katalogform präsentiert. Darin sind in aller Kürze auch jene Untersuchungen erfasst, die bereits an anderer Stelle publiziert wurden.

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Archäologie im Kanton Zürich_01


Unter diesem Titel, mit fortlaufender Nummerierung, erscheint die inhaltlich gestraffte und in seinem Äusseren aufgefrischte erste Publikation in der Nachfolge der «Berichte der Kantonsarchäologie Zürich». In diesem Band sind neun Beiträge von verschiedenen Autorinnen und Autoren zu archäologischen Projekten im Kanton Zürich versammelt. Die Zeitspanne führt dabei von der prähistorischen Zeit bis ins Spätmittelalter. 
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