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Nach 2 Jahren und 9 Monaten haben die Archäologen anfangs Juni 2009 die Parzelle «Kastellweg» im römischen Vicus Vitudurum (Oberwinterthur) verlassen. Da diese Rettungsgrabung bereits lange vor Baubeginn geplant werden konnte, verlief der Kontakt mit der Bauherrschaft reibungslos; mittlerweile haben die Bauarbeiten begonnen. Auf der etwa 2500 m2 grossen Fläche hatten sich über 2 m mächtige Ablagerungen aus der römischen Zeit erhalten. Jede einzelne Schicht ist Zeuge eines Baueingriffs in der damaligen Zeit. Auf dem Areal hatten sich die ersten Bewohnerinnen und Bewohner kurz nach der Zeitenwende niedergelassen. Bis ins 3. Jh. hinein wurde der Boden immer wieder bewegt, umgelagert oder aufgeschüttet, was am Grabungsprofil eindrücklich abzulesen ist. Auf Grund der guten Erhaltung im feuchten Boden waren auch die Hölzer, die zu Häusern, Wasserkanälen und Latrinen gehörten, grösstenteils noch intakt. Die nun einsetzende Auswertung der Grabungsdokumentation verspricht interessante neue Erkenntnisse zur Siedlungsgeschichte dieses grossen römischen Wohnquartiers.
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